Blutige Diamanten

Letzten Samstag haben wir am Abend Blood Diamond mit Leonardo DiCaprio geschaut. Da ich so gut wie nichts über den Film wusste, dachte ich an einen Film in dem Leonardo DiCaprio mal wieder einen Dieb spielt. Doch meine Vorstellung wurde schnell durch einen brutalen offenen Film ersetzt.

In dem Film geht es um den Bürgerkrieg in der Gegend um Sierra Leone der 1990er-Jahre. Der Mende-Fischers Solomon Vandy (Djimon Hounsou). wird in brutalster Weise von seiner Familie getrennt und auf den Diamantenfeldern eingesetzt. Eines Tages findet er einen einzigartigen Rohdiamanten welchen er versteckt. Daraufhin wird das Diamantfeld durch Soldaten gestürmt und die Sklaven und Rebellen werden ins Gefängnis gesperrt.

Durch diese Umstände lernt Salomon den Söldner Danny Archer (Leonardo DiCaprio) kennen, welcher von dem versteckten Diamant erfährt und ihn um jeden Preis haben möchte um eine zweite Chance im Leben zu bekommen. Aus diesem Grund holt Archer Solomon über einen Mittelsmann aus dem Gefängnis und versucht ihn von seinem Plan zu überzeugen.

Von dieser Idee ist Solomon erst nicht begeistert, da er einfach nur seine Familie wieder sehen möchte. Die chaotischen Bürgerkriegszustände lassen ihm aber keine andere Wahl und er vertraut auf Archer und seine Erfahrung die er als Soldat gesammelt hat.

Die amerikanische Journalistin Maddy Bowen (Jennifer Connelly) , welche sich zu Archer hingezogen fühlt pfeift auf ihre Ideale und hilft den beiden Männern, das Rebellengebiet zu durchqueren.

Hier beginnt der Showdown…

Man kann den Film einerseits als Unterhaltung sehen, meine Freundin und ich haben darin aber eine andere Message entdeckt. Wenn man richtig hinschaut und auch hinschauen möchte, so wird einem klar, dass die westlichen Länder einen großen Anteil an den Bürgerkriegen haben und hier auch kräftig mitverdienen.

Die Diamanten welche wir kaufen können, kommen direkt von den Rebellen, die die Diamantfelder für sich beanspruchen. Im Gegenzug kaufen sie sich für das verdiente Geld wieder Waffen von westlichen Söldner, um die Felder verteidigen zu können. Ein Teufelskreis.

Eine Google-Suche zu dem Thema zeigt zum Beispiel eine Aktion von Amnesty International gegen Blutige Diamanten. Ein Bericht im Regenwald Report spiegelt 1:1 das Geschehen im Film wieder, jedoch mit anderen Namen.

Der Film zeigt zwar in einer brutalen Art und Weise die Ausmaße eines Bürgerkrieges und ist sicherlich nicht für jeden etwas. Meiner Meinung nach sollte man aber auch mal solche Filme sehen und sich vor Augen halten, dass nicht alles auf der Welt so friedlich ist wie bei uns und das wir auch unseren Teil am Krieg in anderen Ländern beitragen.

Ich persönlich werde das Thema weiter verfolgen, da ich der Meinung bin, dass man nicht mehr wegsehen darf!

6 thoughts on “Blutige Diamanten

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  3. Cherry

    Der Film hat einem wirklich die Augen geöffnet. Auch wenn ich von der Problematik bereits wusste, so hoffe ich, dass dieser Film einige Menschen und potenzielle Käufer, direkt angesprochen hat-denn es liegt an uns Käufern es zu ändern!

    Gruß
    Cherry

  4. markus Post author

    Schön, dass sich hier auch einmal Diamanthändler zu Wort melden. Wird diese Problematik denn auch von den Kunden so gesehen?

    Und was unternehmen die Händler?

  5. giffo

    Schön und gut aber das letzte film von Regisseur Edward Zwick “The Last Samurai” fand ich viel geiler. EInfach viel mehr gefhl. Oft wirkt Blood diamond patetisch und dumm.
    Blood Diamond” ist auf keinen fall ein Must-See-Movie.

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