In Römer 8 Vers 32 steht folgendes
Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat
ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles
schenken?
Dazu habe ich per E-Mail folgende Geschichte bekommen:
John Griffin hatte die Aufgabe, eine Eisenbahn-Zugbrücke über den
Mississippi zu überwachen. Wenn Schiffe unten durch wollten, musste die
Brücke oben sein. Wenn ein Zug drüber wollte, musste die Brücke unten sein.
Eines Tages nahm er seinen Sohn mit zur Arbeit. Die Brücke war gerade oben
und Griffin aß sein Vesper. Plötzlich hörte er den Memphis Express
herankommen.
Von seinem Kontrollhäuschen aus wollte er gerade den Schalter
für die Brücke betätigen, als er mit erschrecken feststellte, dass sein Sohn
in den Schacht gefallen war und sein Fuss an den Zahnrädern festhing. Sein
Herz raste, er suchte verzweifelt nach einem Rettungsplan. Aber es war keine
Zeit mehr. Sein Sohn war im Schacht und im Zug waren ca. 400 Personen.
Griffin vergrub sein Gesicht in seinem Arm und drückte den Schalter, um die
Brücke nach unten zu bringen, gerade noch rechtzeitig, dass der Zug darüber
fahren konnte.
Dann, als er sein Kopf erhob, schaute er mit Tränen in die Gesichter der
vorbeifahrenden Passagiere im Zug. Geschäftsleute lasen ihre Zeitung. Frauen
tranken Tee und Kinder aßen Eiscreme. Keiner schaute zu ihm. In seinem
Schmerz rief Griffin, “Ich hab meine Sohn für Euch geopfert. Macht euch das
nichts aus?” Keiner der Passagiere nahm Notiz davon, was sich gerade
abgespielt hatte.
Auch wenn Ostern vorbei ist, fand ich diese Geschichte nicht fehl am Platze. Nehmt ihr Ostern einfach so als freie Tage hin, oder hat es für euch die ein oder andere Bedeutung?
Also für mich hat Ostern keine tiefere Bedeutung, da ich nicht an Gott glaube. Aber die Geschichte mit dem Zugbrücken-Wärter hat mir schon zu denken gegeben. Das ist wohl die schwerste Entscheidung die man je treffen kann. Ich weiß jetzt noch nicht was ich in so einer Situation machen würde. Vermutlich würde ich nach einer dritten Lösung suchen, die Zeit würde verstreichen, der Zug würde umkippen und mein Sohn würde von ihm zerdrückt werden. Die Frage ist: Was ist mehr “wert”? Die 400 anonyme Menschen im Zug oder mein Sohn. Im Krieg nennt man das glaube ich Kollateralschaden.