Wir sind die Generation der Informationen. Im TV laufen Dokumentationen über bestimmte Themen, Wissensquize und wenn wir etwas nicht wissen sehen wir bei Wikipedia nach oder befragen das Orakel Google.
Dies ist ja alles schön und gut. Doch was passiert wenn falsche Informationen verbreitet werden?
So geschehen voriges Wochenende. Ich stehe auf VAPIANO – auch wenn es durch das Franchising-System nichts wirklich individuelles ist. Aber die Art der Zubereitung der Speisen, die Location und die coolen “Mini-Ufos” bei der Pizza-Bestellung
Da wir in unserer Gegend keinen VAPIANO haben, versuchen wir in Großtstädten das ein oder andere mal dort essen zu gehen. So also auch in München. Wie man das heutzutage so macht, gab ich also in Google Maps Mobile “Vapiano München” ein und bekam auch schön zwei Suchergebnisse geliefert.

Da wir der der Nähe des Marienplatzes waren sind wir natürlich gleich in Richtung Viktualienmarkt aufgebrochen. Allerdings haben wir dort keinen VAPIANO vorgefunden. Auch nach mehrmaligem Fragen konnte uns keiner wirklich weiterhelfen. Also sind wir dann Richtung Fünf Höfe aufgebrochen.
Bei einer Suche nach Niederlassungen von VAPIANO auf der eigenen Website habe ich dann gesehen, dass es wirklich nur ein VAPIANO in München gibt. Wieso sind bei Google dann aber zwei Stück gelistet?
Über Google habe ich einen Artikel von 2005 gefunden, wo etwas zu VAPIANO in München steht:
Bei “Vapiano” geht es 2005 Schlag auf Schlag. [...] Als nächste Station ist München (in den “Fünf Höfen” Mitte April und in der “Schrannenhalle” im Mai) dran.
Die Schrannenhalle befindet sich genau neben dem Viktualienmarkt. Das komische daran ist nur, dass uns auch hier keiner weiterhelfen konnte.
Wie dem auch sein – diese Falschinformation hat uns viel Zeit gekostet und bei den Temperaturen ist es einfach nur nervig ewig zu Fuß unterwegs zu sein.
Ich habe ehrlich gesagt fast die Befürchtung, dass falsche Angaben in Google Maps in Zukunft zunehmen werden. Überall wo kostenlos Einträge gemacht werden kümmert sich keiner um die Pflege.
Die Leidtragenden sind dann die Nutzer. Google Maps hat großes Potential, vor allem im Mobile-Bereich. Wenn aber die Daten nicht 100 %ig stimmen, wie soll ich dann als Benutzer das Vertrauen zum Produkt entwickeln?
Richtig. Ich hatte letztens auch eine Mc Fit Filiale via Google Maps in Fürth gefunden. Leider war an der Adresse kein McFit. Es hat sich heraus gestellt, dass dort mal eine Filiale war, die aber längst dicht gemacht wurde.
Es lohnt sich also auf der offiziellen Seite nachzuschauen ob es tatsächlich eine Filiale an der Stelle gibt die Google Maps angibt. Die offiziellen Seiten sind nämlich in der Regel aktuell, sofern es eine gibt.
Ansonsten helfen u.U. noch Online Telefonbücher, aber man sollte sich nicht (mehr?) zu 100% auf Google Maps verlassen
.
Andreas
Ich stand auch schon vor einem geschlossenen Kentucky. Habe es aber auch danach aus GoogleMaps gelöscht.
Hi Markus,
ist es theoretisch möglich im “Lokalen Branchencenter” eine Adresse anzugeben, die nicht dem tatsächlichen Unternehmensstandtort entspricht?
Mir kommt es nämlich so vor, als wenn immer mehr Webmaster dazu übergeben “Scheinadressen” dort anzugeben, um einen (besseren) Platz in den lokalen Branchenergebnissen zu bekommen.
Das ist natürlich ärgerlich wenn sowas passiert. Aber falsche Informationen können überall auftauchen. War schon in den Zeiten vor dem Internet der Fall. Auf den offiziellen Seiten nach zuschauen ist bestimmt die beste Lösung.
Also zu dem Thema Google Maps kann ich nichts sagen, aber ich möchte mich hier ebenso nur kurz als Vapiano Fan outen!
Ich war erst am Wochenende hier in Berlin dort. Wenn du also mal in Berlin bist, empfehliche ich dir wärmstens das Vapiano am Potsdamer Platz. Wirklich genial. Ja, hehe, vorallem die Ufos bei der Pizza-Bestellung. Es lebe die Gastronomie 2.0
Ich weiß zwar nicht was ein Vapiano ist, aber die Fehler in den Google Maps sind sehr häufig anzutreffen. Wenn man seine Adresse nicht Google selbst zur Verfügung stellt, stoßen die leicht auf falsche Ergebnisse aus irgendwelchen Adresslinklisten, von denen die sehr wahrscheinlich die Adressen zugeordnet haben. Amerikaner haben ihre Weburl schon desöfteren auf viele Adressen optimiert, so dass sie möglichst häufig durch Einblendung der Google Maps in den normalen Suchergebnissen zu finden sind.
Als ich das letzte Mal meine Freundin in Bremen besuchte, haben wir über Google Maps nach einem Buchladen gesucht. Wir wurden auch fündig, zumindest auf der Karte von Google.
Als wir vor der Einfahrt standen war das gesamte Gebäude doch tatsächlich abgerissen. Anscheinend hatte es 3 Wochen vorher gebrannt. Den Eintrag haben wir auch gelöscht. Das Bild vom Haus steht aber immer noch dort. Der Buchladen ist mittlerweile umgezogen.