Das WordPress-Buch – Vom Blog zum Content-Management-System

Das WordPress-Buch - Vom Blog zum Content-Management-SystemDas Buch Das WordPress-Buch – Vom Blog zum Content-Management-System (Partnerlink) liegt nun schon einige Wochen auf meinem Schreibtisch als Begleitung für das tägliche arbeiten mit WordPress. Da sehr viele meiner Stammleser Projekte mit WordPress realisieren, habe ich mich am Wochenende hingesetzt um meine (erste) Buchrezension zu schreiben.

Damit sicher jeder ein eigenes Bild über das Buch machen kann, habe ich meine Rezension in Kapitel geordnet und die Titel 1:1 übernommen.

1. Was ist ein Weblog?

Sicherlich ist dieser Punkt für viele eher als Wiederholung anzusehen. Wer sich allerdings noch einmal die genauen Eigenschaften und Definition eines Weblogs und den Unterschied zu einem klassischen Content-Management-Systems näher ansehen möchte, findet in diesem Kapitel Antworten dafür.

2. Was ist WordPress?

Was ist eigentlich WordPress? Richtig, eine Blog-Software. Doch wusstet ihr, dass WordPress der Nachfolger von b2/cafelog ist und jede Release-Version den Namen eines Jazz-Künstlers trägt? Diese und andere Antworten gibt es in einem kleinen historischen Rückblick von WordPress.

Sehr schön werden auch Unterschiede zwischen Themes & Templates, Plugins und die großen Vorzüge von WordPress erklärt.

Am besten gefallen hat mir der Punkt Vorkenntnisse: Hier wird dem unerfahrenen Leser die Angst vor WordPress genommen.

3. Installation und Wartung

Schritt für Schritt wird im 3. Kapital erklärt wie man WordPress optimal installiert – auf dem Server wie lokal mit XAMPP. Aber auch Power-User sind hier nicht fehl am Platz. So wird intensiv erklärt wie man eine benutzerdefinierte WordPress-Installation erstellen kann, so dass nach der Installation keine manuellen Einstellungen mehr nötig sind.

4. Die Administrationsoberfläche

In diesem Kapital wird die Administratiosoberfläche und die Einstellungsmöglichkeiten von WordPress ausführlich erklärt. Besonders für Einsteiger und Neulinge unbedingt zu empfehlen!

Interessant fand ich vor allem die Benutzerverwaltung bzw. unter WordPress auch Benutzer-Rolle genannt, die in dem Buch mit einer entsprechenden Übersichtstabelle anschaulich dargestellt wird.

5. Das optimale Blog

Wer gerade mit dem bloggen beginnt, findet in diesem Kapitel Informationen und Anregungen rund um das Thema bloggen. Tipps für die richtige Nische & Strategie sowie die optimale Vernetzung in der Blogosphäre werden hier gegeben. Wer also schon etwas länger ein Blog betreibt, kann dieses Kapitel ohne Bedenken überspringen.

6. Themes und Plugins nutzen

Eine der Stärken von WordPress ist vor allem die große Verfügbarkeit der Themes und Plugins. Das siebte Kapitel geht genau auf diese ein und erklärt die Verwaltung und Installation.

7. Suchmaschinenoptimierung

Als ich dieses Kapitel im Buch sah, fragte ich mich gleich, ob es denn wirklich Sinn macht diesen Punkt in ein WordPress-Buch zu packen. Immerhin gibt es andere Bücher die dieses Thema intensiver aufgreifen.

Die Autoren haben aber wirklich nur das Thema Suchmaschinenoptimierung in Bezug auf WordPress angeschnitten. Welche Problematik und Lösungsansätze gibt es mit Duplicate Content in Verbindung mit WordPress oder wie die ideale Permalink-Struktur? Daher auch für jeden Suchmaschinenoptimierer lesenswert!

8. Sicherheit in WordPress

Kapitel 8 ist ein Pflichtkapitel eines jeden Blog-Betreibers. Gerade da WordPress eine große Verbreitung hat, versuchen immer mehr böse Jungs Sicherheitslücken ausfindig zu machen und diese für irgendwelchen Unfug zu missbrauchen. Hier geben Frank Bültge und Thomas Boley wichtige Tipps wie man die Installation vor ungebetenen Gästen absichert.

9. WordPress MU

WordPress MU, oder auch WordPress Multiuser genannt baut zu 99 Prozent auf WordPress auf und ist für alle Anwender gedacht, die mit einer Installation mehrere Blogs verwalten möchten. Dies könnte zum Beispiel für einen Blog-Hoster wie unter wordpress.com der Fall sein, oder z. B. für Affiliates die alle Projekte mit geringen Aufwand aktuell halten möchten.

Das Kapitel beschreibt sehr gut die Unterschiede der beiden Varianten sowie Möglichkeiten und die Problematik bei speziellen Plugins.

10. Entwicklung von Themes für WordPress

Dies war für mich das spannendste Kapitel. Zwar habe ich bisher schon sehr viele Themes verändert und angepasst, aber mit einer leeren PHP-Datei noch nie begonnen.

Hier wird im Detail erklärt wie ein WordPress Theme aufgebaut wird und welche Template-Dateien es gibt bzw. unbedingt benötigt werden. Für alle SEM-Affiliates die mit Landingpages auf bestehenden Projekten arbeite, empfehle ich den Punkt Spezifische Seiten-Vorlagen.

Ein Lob geht an die Autoren für die ausführliche Erklärung des Loops. Der Loop ist das Herzstück eines jeden Templates und ein mächtiges Werkzeug noch dazu. Die Step by Step Beschreibung macht Spaß und zeigt zu was WordPress fähig ist. Vor allem auch in Kombination mit den Conditional Tags.

In jeweils einem ausführlichen Beispiel wird ein Theme mit einem Grid-Framework (960.gs) sowie einem CSS-Framework (YAML) erstellt. Diese Kategorie kann ich jedem Blogger der gerne am Layout bastelt  nur ans Herz legen.

11. Eigene Plugins für WordPress

Ein Punkt an den ich mich auf Grund meiner eher Programmierkenntnisse bisher noch nicht gewagt habe war das Entwickeln eines eigenen Plugins für WordPress. Aber auch hier nehmen Frank Bültge & Tomas Boley den Leser an die Hand und zeigen anhand eines Beispiels wie einfach die Plugin-API funktionieren kann.

12. Webshops und WordPress

Da WordPress immer mehr zu einem CMS wird, wird die Frage nach der Integration eines Online-Shops in WordPress immer lauter. Auch wenn in dem Buch eine Plugin-Lösung vorgestellt wird, so sehe ich das ganze eher skeptisch. Es gibt gerade in Deutschland so viele rechtliche Punkte zu beachten, weshalb ich ein eingedeutschtes Plugin keinesfalls verwenden würde. Viel interessanter finde ich hier den Ansatz WordPress als Erweiterung für Magento einzubinden, welches im Buch auch angesprochen wird.

Anhang

Im Anhang gibt es noch einmal eine Auflistung nützlicher Werkzeuge für den Entwickler, interessante Links, sowie eine Erklärung für einige Template-Tags.

Fazit

Für mich persönlich ist das Buch eine Bereicherung für die tägliche Arbeit mit WordPress. Zwar kann man auch immer Google bemühen, doch bin ich lieber ein Mensch, der sich auch einmal hinsetzt und einen Punkt noch einmal in Ruhe durchliest und sich passend dazu Notizen ins Buch schreibt.

Ich würde das Buch nicht direkt als Anleitung für WordPress verstehen, vielmehr dient es wirklich als Nachschlagewerk was griffbereit am Schreibtisch liegen soll. Gerade bei der Theme-Entwicklung stand lag es mir bisher unterstützend zur Seite.

Das Problem bei Fachbüchern welche sich mit einer so schnell wachsenden Software wie WordPress beschäftigt, ist die Aktualität. Dies hat das Buch Das WordPress Buch – Vom Blog zum Content-Management-System sehr gut gelöst. Zwar sind die ein oder andere Screenshots dabei, die wohl im nächsten Jahr mit Version 3.0 nicht mehr aktuell sein werden, aber das Buch ist so gut geschrieben, dass man es auch ohne Screenshots gut nachvollziehen kann.

Das Buch gibt es aktuell für 34,90 Euro bei Amazon (Partnerlink).

Wer sich intensiver mit WordPress beschäftigen möchte, dem kann ich das WordPress-Blog von Autor Frank Bültge ans Herz legen. In seinem WordPress-Adventskalender gibt es dazu jeden Tag einen nützlichen Tipp und eine Vorschau auf die Version 2.9.

3 thoughts on “Das WordPress-Buch – Vom Blog zum Content-Management-System

  1. Aaron

    Wow, super! Hört sich interessant an. Die Bücher von Open Source Press haben generell einen guten Ruf, freut mich, dass auch dieses ein Buch ist, das man weiterempfehlen kann.

  2. Frank

    Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung und die lobenden Worte; besonders die Sicht auf die Sicherheit in der Zukunft fand ich toll, denn ich wollte unbedingt recht unabhängig von der Version von WP bleiben.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>