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Selbstzerstörung der SEO-Branche?

Mir ist klar, dass ich mich mit diesem Blogpost auf dünnem Eis bewege, immerhin interessiere ich mich selbst stark für Suchmaschinenoptimierung und habe viele nette Beziehungen in diese Branche aufgebaut.

Was sich allerdings im Moment in der SEO-Branche abspielt erreicht einen neuen Höchstpunkt der Lächerlichkeit. Das Seoline die Sistrix GmbH wegen eines Kommentars einer Ex-Kunden im Sistrix-Blog abgemahnt hat, hat sich inzwischen sicherlich rumgesprochen. Ich möchte auch nicht auf die rechtliche Situation eingehen, da kennen sich andere Branchen besser damit aus und werden hier sicherlich auch entsprechende Lösungen für Sistrix finden.

Was mich allerdings viel mehr ärgert sind die Fehler gewisser Leute wenn es um Online Reputation Management geht. Nicht erst seit Party-Bildchen von Studenten in einschlägigen Portalen weiß die Netzgemeinde, dass das Internet und vor allem Google nichts vergisst. So auch in diesem Fall.

Johannes Beus ist mit seiner Sistrix GmbH eine feste Größe in der SEO-Branche und schreibt Woche für Woche fundierte und mit Statistiken hinterlegte Berichte in seinem Blog. Solch eine Person in der eigenen Brancze abzumahnen grenzt glatt an Selbstmord im SEO-Zirkel.

Blogger sind bellende Hunde, SEO-Blogger sind Hunde die mit den Zähnen nur so flätschen und auf solche Ereignisse warten. Das Ergebnis kann man jetzt bei Google beobachten.

Ich kenne nicht die Hintergründe von Seoline, warum gerade dieser Schritt einer Abmahnung gegen die Sistrix GmbH gegangen werden musste. Eine Beratung ihrer hausinternen Abteilung für Reputation Management haben sie aber wahrscheinlich nicht mehr abgewartet.

Jeder User kennt Google und schaut inzwischen in der größten Suchmaschine nach wenn es um Geschäftskontakte jeder Art geht. Wie solch ein Fauxpass ausgebügelt werden soll ist mir im Moment rätselhaft. Ein Linkbait wie andere vermuten ist es in meinen Augen nicht. Höchstens ein Linkbait ins geschäftliche Nirgendwo…

Kleiner Tipp am Rande: Wer seinen Kunden russische Links unterjubelt und dann noch eine – in meinen Augen milde Strafe – von Google bekommt, sollte das Problem einer direkten Kommunikation mit den Kunden suchen und nicht solche Aktionen in der Öffentlichkeit starten.

Um noch einmal auf den obigen Titel zurückzukommen. Ich kenne es ehrlich gesagt in keiner Branche, dass man solche Machtkämpfe öffentlich austrägt. Leidet die Branche nicht viel zu sehr unter ihrem schlechten Ruf der schwarzen Schafe?